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May 19 2009

peterpan

Wetter.Better

Heute ist es also so weit.
Heute werde ich mit dem Auto nach Wien fahren.
Während der Fahrt werde ich den viel zu müden Kopf beim Fenster rausstrecken und den Fahrtwind das angestrengte Lächeln glätten lassen.
Das Lachen ist so echt wie der Wind.
Und den Wind habe ich am See kennen gelernt.

May 11 2009

peterpan

Sonnenuntergang am Beton

Er mag es den Bahnsteig entlang zu gehen wenn der Zug losfährt. Er glaubt dass so ein Teil von Ihm mitfährt. So als würde er dem Zug zusätzlich nocheinmal Schwung verleihen können indem er ihm, den Zug, seine Energie nachschießt.
Und wenn der Zug dann um die erste Kurve biegt und unsichtbar wird, fühlt er sich wie eine Mutter, so schwermütig, die Ihr Kind zum ersten Mal ziehen lassen muss.
Er macht das alles nur bei einem bestimmten Zug, die anderen scheinen Ihn kaum zu interessieren. Und auch wenn es immer andere Zugmaschinen, Abteilwägen, anderes Personal und inzwischen auch andere Abfahrtszeiten sind, so ist es doch immer der letzte Zug des Tages nach Wien der Ihn fesselt.
Es geht Ihm gut. Aber als er in Wien wohnte ging es Ihm besser. Er denkt vielleicht sind es die schönen Erinnerungen an diese Zeit, wobei schöne Erinnerungen immer schöner sind als sie in Wirklichkeit sind oder waren. Er fragt sich ob er noch einmal zurückgehen sollte, hatte er doch nie recht einen Grund gehabt Wien überhaupt zu verlassen. Und wenn, dann waren es Ausflüchte.
Die Geschichten die von weit her über die Schienen in sein Herz gleiten möchte er erleben, nicht nur erzählt bekommen.
Er blickt sich um. Die späte Stunde legt ihren matten Schleier über den Himmel und versteckt das Tageslicht. Mehr und mehr Lampen beginnen zu leuchten. Er geht.
peterpan

Humming Summer

Heute weht der Wind.
Ich blicke nach draußen, sehe wie sich alles bewegt, angetrieben von der Luft die wir atmen.
Ich erkenne die Bewegung der Katze nicht wenn sie vom Boden zu Ihrer erhöhten Futterstelle springt. Mein Auge ist zu wohl zu langsam. Wenn sie wieder runter springt sehe ich wie sie sich streckt und mit den Forderpfoten den Boden zuerst berührt.
Kurz ist es wieder windstill. Wo früher unser Vogelhäuschen hing, ist nun ein Glaskasten mit einer halb abgebrannten Kerze darin. Mein Vater hat die Veranda schön hergerichtet. Auch wenn das Haus sonst dunkel ist, im Licht des kommenden Sommers ist es erfüllt von Wohlgefühl und Schönheit.

- Im Licht der Welt sieht man das Herz der Dinge -

Ich summe bereits Sommer. Ich kann das zu jedem Lied das gerade aus den Lautsprechern kommt:

"You arrived and ordered stout,
I stared in wordlessness.
I just kept noticing your mouth,
and how your face just fit
into every aching void,
what I've always missed some way.

This is tougher than I thought,
holding you, the grace I've caught.

'Cause you're made of everything I want
and I am ringing you out"

Ich wäre gerne in Wien. Würde gerne die Gassen und Straßen entlang spazieren und mitsummen zu "Ring Out" von Justin Vernon. Meine Freunde dort verlassen die Stadt immer wenn der Sommer kommt, verständlich, denn in Kärnten hat man mehr Platz und bekommt die Hitze besser unter Kontrolle. Ich mochte es immer an den heißen Tagen in Wien. Aber meine Freunde gehen schwimmen. Ich nicht, ich höre lieber Musik.
Ich bin zuhause, was mich nicht trübt, denn ich genieße jede Brise Wind die gerade durch die Terassentür weht. Mein Oberkörper bekommt Gänsehaut wenn ich mich auf den Wind konzentriere. Versuch das mal. Der Angriffspunkt scheint am Rücken zu sein, links, am unteren Ende der Rippen. Von dort aus geht der Impuls der meinen Körper befehligt meine Haare aufstehen zu lassen.
Ich denke an Dresden und wie es wohl meinem Liebling geht. Unlängst habe ich dorthin einen Brief geschickt. Ich stelle mir die Freude im Gesicht meines Schatzes vor, die sich in seinem Gefühlskörper ausbreitet. Wie die starken Hände das aufgeraute Briefpapier sanft halten. Die linke Hand am linken Rand ein wenig über der Mitte. Die andere am rechten Randende. Ein halbhohes Lächeln im Gesicht und die großen Augen, deren Rührung an den leicht hochgezogenen, entspannt angespannten Augenbrauen abzulesen ist. Ich denke dass auch ich bald einen Brief aus Dresden bekommen werde.

Auf meinen Schultern habe ich einen Sonnenbrand.
Vielleicht gehe ich mir heute noch die Bahngleise ansehen...
peterpan

April 21 2009

peterpan

An Dein gutes Herz / to the good heart

Wir beschlossen also all unsere Verknüpfungen aufzulösen und uns ins vermeintlich neue Leben zu stürzen. So neu war es dann aber gar nicht, verbrachten wir doch die letzten beiden Jahre damit uns das Leben gegenseitig zu erschweren und uns Kraft für den Neuanfang zu rauben der sich bereits abzeichnete. Wir warteten also, schmiedeten Pläne, hingen an Hörern, heulten viel und waren einander gebrochener Boomerang der zunehmend an Kurve verlor.
Und irgendwann kam er gar nicht mehr zurück. Der alte Kärntner-Witz als fleischgewordene Metapher unserer Liebe, denn auch wir waren am Ende einfach nur mehr Witz. Pointenlos und abgedroschen verließen wir die Spielwiese.
Wie nennt ein Kärntner nochmal einen Boomerang der nicht zurückkommt?
Stock.
War ich doch immer nur Stock, den Deine Hunde Dir stets aufs Neue brachten, irgendwann müde dessen aber resignierten und Du selbst danach suchen musstest. Aber wie solltest Du ihn finden ohne Deine Fährtenleser?
Deine Hand streifte mich im Gras, aber Du konntest mich nicht fassen, besser gesagt ließ ich mich nicht von Dir fassen, gab vor bereits tief und fest Wurzeln in neuem, fruchtigen Boden geschlagen zu haben. Alles Lüge? Nein. Eine Absage an Deine selbstzerstörerische Kraft die am Ende auch mich zu konsumieren drohte. Denn vergiss nicht, Fehler rühren aus Unstimmigkeiten, und davon gab es genug. Ich wälze hier keine Schuld ab, denn mich trifft genau so viel wie Dich, war ich doch zu naiv und emotional um kühlen Kopfes zu erkennen, dass ich als Stock Dich doch auch stützen hätte können wäre ich nur groß genug gewachsen. Und nun da ich neue Wurzeln geschlagen wachse ich wieder. Meine Nahrung, diese Erfahrungen, neue Erfahrungen, neues Neu, neu;
Und Du?
Ich weiß nicht was aus Dir wurde, lächelst Du inzwischen doch nur noch von den Photos digitaler Netzwerke als Fremder mit der Überschrift "Kennen Sie schon...?"
Ja ich kenne, kann mich noch erinnern... Dieses Lachen, immer mehr befremdend im Kopf, ein Mosaik aus Wahrheiten und Verfälschungen, verwoben mit dünnem Faden, leicht aufzuknöpfen und zu verfälschen.
Immer mehr.
Immer weniger Du.
Weniger Uns.

Wir verbleiben so.

April 03 2009

peterpan
however trendy, still pretty decent :)
Reposted fromurbanart urbanart
peterpan
peterpan
1674 8896 350
Helen Levitt - R.I.P.
peterpan

I don't want to be your friend
I just want to be your lover
No matter how it ends
No matter how it starts

Forget about your house of cards
And I'll do mine
Forget about your house of cards
And I'll do mine

Fall off the table,
Get swept under
Denial, denial

The infrastructure will collapse
Voltage spikes
Throw your keys in the bowl
Kiss your husband goodnight

Forget about your house of cards
And I'll do mine
Forget about your house of cards
And I'll do mine

Fall off the table,
And get swept under

Denial, denial
Denial, denial
Your ears should be burning
Denial, denial
Your ears should be burning
Denial, denial

— House Of Cards by RADIOHEAD
peterpan
1355 4556 350

Clyfford Still (1904-1980)
1957-D, No. 1 1957
Oil on canvas, 113 x 159" inches
Albright-Knox
Gift of Seymour H. Knox, 1959

April 01 2009

peterpan
hatred
I hate the past

I can't see anything at all, all I see is me
that's clear enough
and that's whats important, to see me

my eyes can focus
my brain is talking
looks pretty good to me
my head's on straight, my girlfriend's beautiful
looks pretty good to me

sometimes I speak
tonight there's nothing to say
sometimes we freak
and laugh all day

hold these pages up to the light
see the jacknife inside of the dream
a railroad runs through the record stores at night
coming in for the deep freeze

Mary: a simple word, are you there in the country?
Yr eyes so full, yr head so tight
can't you hear me?
Remember our talk
that day on the phone?
I was the door, and you were the station
with shattered glass and miles between us
we still flew away in the conversation

my cup is full, and I feel okay
the world is dull, but not today

she think's she's a goddess
she says she talks to the spirits
I wonder if she can talk to herself?
If she can bear to hear it?

this is Eric's trip
we've all come to watch him slip
he's slipping all the way to Texas
can you dig it?

(Eric says "The sky is blue...")
I see with a glass eye
the pavement view
a shadow forming, across the fields rushing
thru me to you

we tore down the world, and put up four walls
I breathe in the myth
I'm over the city, fucking the future
I'm high and inside yr kiss

we can't see clear
but what we see is a alright
we make up what we can't hear
and then we sing all night

scattered pages and shattered lights
a jacknife and a dream
there's something moving over there on the right
like nothing I've never seen
— Eric's Dream by SONIC YOUTH

March 24 2009

peterpan

Eksplosjonen

Imma so laut de Leit,
Weil medanonda kennans ned
Haun se Bombn owe
Kana klaub se auf

Erst noachand wonn s z'schbod is
Wonn a Rua is und a Friedn is
Wonn di Leichenklauba längst schon weg
Und a Tafal si gschdölt hom in de Stodt
...
zum Umebläarn fia di Hintalossanen
...
donn kummen s drauf
dass olls fia de Fisch woar.

March 19 2009

peterpan
Es ist nicht wahr, daß man ohne eine Frau nicht leben kann. Man kann bloß ohne eine Frau nicht gelebt haben.
— Karl Kraus

March 18 2009

peterpan

Irgendwo hat man das Handwerk von Jon Hopkins sicher schon gehört. Sei es als Remixer auf diversen Chill-Out Compilations die im Lieblingscafé den Hintergrund ausmalen, als Gastmusiker bei David Holmes, King Creosote, Frou Frou oder, am namhaftesten, Coldplay's letzter Platte "Viva la Vida" auf welcher er auch als Co-Produzent mitgewirkt hat. Vielleicht kennt man aber auch seine zwei Alben "Opalescent" von 2001 und "Contact Note" von 2004. Beide sind, wie auch das neue Album "Insides", auf Just Music erschienen, ein kleines Independent Label aus London.

Insides fühlt sich von Anfang  wie ein Ambient Album an, setzen beim Opener The Wider Sun nach und nach mehr Geigenflächen über einem wunderbaren Thema ein, dass in der Klasse eines Filmscore-themas ist, nur um nach zwei Minuten im Abgrund von tief gefilterten Synthesizerrauschen zu verschwinden.
Die Stimmung verändert sich. Schließt man die Augen, so taucht man in diesen Film ein, der plötzlich nicht mehr friedvoll wirkt wie anfangs noch, sondern man fühlt sich wie ein ins Dunkel geworfenes Etwas. Vessel bricht aber plötzlich mit Piano-Arpreggios und Electronica Beats los und treibt uns raus aus dieser Gosse und durch die Stadt die wir uns selbst malen.
Von hier an versteht es Hopkins perfekt eine Welt aus Broken Beats, Geflicker, Bleeps und Rauschen atmosphärisch zu orchestrieren und uns auf die Reise durch die Phantasie zu schicken. So wie sich das für ein Ambient Album eben auch schickt. Die Gefühle spielen verrückt wenn Dubstep/Electronica/Dubtechno Stücke nicht durch noch verrücktere und ausgeklügeltere Beats "entstellt" werden, sondern die Melodien und abwechselnden Themen für den immer wieder aufs neue erfrischenden Aha-Effekt sorgen. Mal nimmt das Herz drei Hektar ein, dann ist es wieder als hätte man eine Atombombe im Hirn gezündet.
Das Herzstück des Albums Light through the Veins konnte man in einer veränderten Version bereits auf "Viva la Vida" hören, was eindeutig für Coldplay spricht mit einem so großartigen Musiker und Visionär zusammengearbeitet zu haben.
Nach knapp einer dreiviertel Stunde kommen wir am Ziel an, auf dem Autumn Hill dessen Aussicht wir bei Vogelgezwitscher nochmal für zweieinhalb Minuten genießen dürfen bevor uns dann ein letztes, großes Mal in den Sinn kommt auf was für eine wunderbare und phantastische Reise wir uns eingelassen haben.
In großer Drucklettern: JON HOPKINS

March 17 2009

peterpan

müllsic 2.0

Viel zu viel Müll da draussen.
Im W W Oh Weh

Brauchen neue Ideen.
Klingt wie Eintopf oder Becherkuchen.
Einfach.
Kann jeder.
Ohne Herz.
Zuviel Kopf. Muss massentauglich gemacht werden.
Macht die Masse doch mus(s)iktauglich.

Empty, Wie? Musictelevision
Ja, so leer wie Eure Überschriften!
blablablablabla kaufen wir bei minus 50% Preisnachlass ja noch LIEBER!

Ihr habt die Zutaten,
aber das falsche Rezept.
peterpan

Belgisches Mädchen

Er brachte mir ein Geschenk mit, das beste aller Geschenke. Schwarzes Plastik eben.
peterpan
"la maison en petit cubes"
by Kunio Katô

(academy award winning short animated movie)

March 16 2009

peterpan

Oster.test.suche

Ich bin noch auf der Suche nach Stellen an denen Sie mich nicht geküsst hat. Oder berührt.

KALT. KALT. KÄLTER.
KÄLTER...

Also wieder aufwärts, zwei, drei Zentimeter hoch, leichter, nur zur Kontrolle, und ich entspanne meinen Körper endlich.

Du sagst immer noch nichts?

Warm.
Wärmer.
Ah.

So So...
So kann man auch testen.
abtasten.
Vielleicht gestern erfassen, das WAS, WIE, WARUM begreifen...

KALT.

Nein, das war's nicht.
Gönne mir Augenaufschlag, ist nicht mehr lang, nicht mal eine Stunde mehr...

HEISS.

So so.
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Schweinderl